Sonntag, 11. Dezember 2016

Alleinerziehend

Die erste Woche ist um.

Seit Samstag der letzten Woche lebe ich mit den Kindern allein.

Viel hat sich geändert. Ein Rückblick...

Samstagmorgen

kam der "Umzugswagen". Die Möbel waren schon abgebaut und einige Dinge in Kartons verpackt. Zwei Sorten von Kartons: die vom Wolfskindpapa und unsere. Denn was fehlt sind Möbel.

Es fehlt der Schrank


Kein Bett für mich :)



Ich verließ mit dem Wolfskind die Wohnung.

Selfcare

Auch wenn die Trennung von mir ausging, ging es mir nicht gut. 

Bis dahin konnte ich das Wolfskind gut auffangen, aber mit all`meinen Gefühlen traute ich mir die Begleitung des Kindes nicht so zu wie ich es mir wünschte...

Wie der Nachmittag verlief habe ich hier schon beschrieben.

Am Abend kamen wir in die "leere" Wohnung. Das Wolfskind war noch erfüllt vom Oma- und Hundbesuch und fröhlich und leicht.

Er eroberte sofort die freien Räume und fand gefallen am Spielen, Toben und Rennen.

Ich hingegen wurde überrannt vom Gefühl der Trauer, der Schuld, der Einsamkeit...

Schuld: daran den Kindern die Familie genommen zu haben

Trauer: um meinen Traum (ja, ich hatte auch immer den Traum der Familie bis ans Ende aller Tage)

Einsamkeit: die Angst allein zu sein, unflexibel zu Hause zu sitzen (ich hab keine Oma/Opa hier zum
                     "Kindhüten" und "mal rauskommen")


Freunde

Als ich zu Hause ankam wurde ich wunderbar aufgefangen.

Was ich brauche

Unterstützung! 

Mut!

Jemanden dem das Wolfskind vertraut!

ich fühle mich manchmal einsam... Vor der Trennung war der Wolfskindpapa da und ich konnte auch spontan mal sagen "morgen Abend bin ich weg" okay ich musste erklären mit wem und warum, jetzt bange ich darum das ich Treffen in 2 Wochen wahrnehmen kann und musste sogar Ehrenamtstermine absagen...

Wie ich das hinbekomme

weiß ich noch nicht.

Wird wohl Zeit brauchen...

Das Wolfskind lässt sich, nach wie vor, von 3 Menschen ins Bett bringen: von mir, vom Wolfskindpapa und der Wolfskindschwester. Von den Beiden nur mit Gebrüll. Also Gebrüll nach mir und wenn dann klar ist das ich nicht verfügbar bin ohne Probleme und mit Freude ;-)

Ausblick

Die Stimmung hat sich geändert.

Ich weiß das es gut ist. Mir geht es gut. Ich weiß das ich das Richtige tue.

Die Stimmung hier ist fröhlich. Schon am Morgen wird gesungen, Musik gehört, gemalt (überhaupt malt das Kind neuerdings so viel), Kissenschlacht gemacht...

Ich bin ruhiger. Schimpfe weniger und kann mich dadurch besser leiden.

Das Wolfskind ist ausgeglichener. Mir wird rückgemeldet das er viel ruhiger ist, auch mal stille sein kann, sitzt und zuhört...

Die Zeit wird uns helfen.



Kommentare:

Klaus Schulz hat gesagt…

Ja, die Zeit wird euch helfen und ich bin sicher: Deine Freunde auch.

Heidi hat gesagt…

Das war vermutlich kein ganz leichtes Weihnachtsfest...Ich hoffe sehr für Euch, dass Freunde und die Oma für Euch da waren...?!!
Deine Zukunftsaussichten klingen gut, und dass Du Dich jetzt gut fühlst und dass das Kind ausgeglichener ist, sind doch supergute Zeichen...
Ich drücke Euch ganz fest die Daumen und wünsche Euch ein richtig gutes 2017!!!
...und alles Liebe
Heidi